Sonntag, 4. Februar 2018

Ordnung muss sein - auch beim Saatgut

Ja, da waren sie wieder, meine Probleme: 
Eigentlich wollte ich nur Saatgut aus dem Keller holen und schups, stehe ich in einem Haufen aus Glassplitter und Radieschensamen.
Tja, man sollte wohl immer mit dem Kopf ganz beider Sache sein, die man gerade tut, oder?
Das war nun der Moment, wo ich beschlossen habe, mein Saatgut nicht mehr in Schraubgläsern aufzubewahren. Nicht nur, weil ich die ohnehin für meinen Vorrat an Marmelade, Tomatensauce, Pesto, etc. brauche, sondern weil nicht erst ein Mal ein Glas beim Suchen eines bestimmten Saatgutes in Brüche gegangen ist.

Auf der Suche nach dem perfekten Behältnis für mein Saatgut habe ich schon ein wenig herumprobiert.
Ganz zu Beginn hatte ich einfach eine Schuhschachel für die Samenpäckchen. Doch ich bin wohl nicht der Weltmeister im Verschließen der Packungen und so hat sich am Boden der Schachtel ein kunterbuntes Gemisch von Samen angesammelt. 

Natürlich kann man die auch auspflanzen und sich überraschen lassen, was da so wächst - sicher eine spannende Sache. Doch ich habe dann beschlossen, das Saatgut in Schraubgläser zu füllen und diese gut zu beschriften. So konnte nichts mehr herausfallen.
Leider benötigten die Schraubgläser immer mehr Platz im Keller - ich freu mich ja, dass in meinem Garten nun eine größere Vielfalt wächst, doch mein Keller ist leider nicht sehr groß. Das Stapeln der Gläser war nun wohl auch nicht die beste Idee, denn wie ich schon geschildert habe, kann es schon passieren, dass mal eines abstürzt und Splitter im Saatgut sind auch nicht von Vorteil.
Also musste nun eine neue Lösung her!
Nach langem Suchen und Überlegen habe ich nun ein System für mich gefunden, das einige Kriterien für die Aufbewahrung des Saatgutes erfüllt:

  • das Saatgut ist übersichtlich sortiert
  • das Saatgut ist vor Nässe geschützt
  • es ist platzsparend
  • das Saatgut kann einzeln entnommen werden
  • aber auch viele Samen können praktisch transportiert werden
  • sehr warm und hell ist es im Keller nicht, also muss mein Saatgut nicht zusätzlich vor Wärme und Licht geschützt werden

Ich habe mir im Baumarkt Aufbewahrungskisten besorgt, die mein Mann für Schrauben, Beilagscheiben und andere Kleinteile verwendet.

Die Laden haben eine gute Größe und ich kann hier nach Sorten getrennt das Saatgut einsortieren.
Jede Sorte habe ich in einem Plastiksackerl, welches gut zu verschließen ist. In diesem Sackerl hat zusätzlich auch die Sortenbeschreibung gut Platz.


An jeder Lade kann ein Schild aus Papier angebracht werden. Das macht das Ganze übersichtlich und strukturiert. Außerdem kann das Schild ausgetauscht werden, falls ich mich ein Mal dafür entscheiden sollte, eine Sorte gegen eine andere auszutauschen.
Jede Lade kann auch einzeln entnommen werden - mitnehmen in den Garten funktioniert also auch gut.

Die Kisten haben oben auch einen Griff - so kann ich auch die gesamte Kiste mit nach Oben nehmen, wenn ich mehrere Samen benötige.
Ich bin mit meinem neuen Ordnungssystem sehr zufrieden! Keine herumkullernden Samen mehr und auch keine Scherben mehr im Keller.
Die Samen sind kühl, dunkel und vor Nässe geschützt gelagert und die Kisten nehmen nicht viel Platz im Keller in Anspruch.


Wie gehts euch mit der Ordnung bei der Saatgutaufbewahrung? 
Herrscht da Chaos oder habt ihr auch schon ein gutes System gefunden?






Wenn dir mein Blog gefällt, kannst du mir auch auf 

http://mcmaries-kleingartenwelt.at/



folgen. 

Ich freue mich über jedes Like, jeden Kommentar und besonders über neue Abonnenten und Follower!
Marie


Kommentare:

  1. Liebe Marie,
    hey, Scherben bringen Glück!
    Das sieht jetzt schön aufgeräumt bei dir aus! Sehr praktisch und übersichtlich. Naja, bei mir liegen die Samentüten in einer Schachtel, mit dem Gartenbuch, das ich vor dem Blog führte.
    Meine Idee, war ein Zettelkasten (wie für Fremdwörter einfach etwas höher) aber ich habe es noch nicht umgesetzt und deine Version gefällt mir sehr.
    Dir einen schönen Sonntagabend und
    liebe Grüsse
    Eda

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja liebe Eda, Scherben bringen Glück! Und wenn es nun auch "nur" das Glück ist, dass endlich Ordnung herrscht ;-)
      Ein Karteikasten ist sicher auch nicht schlecht zum Sortieren.
      Liebe Grüße,
      Marie

      Löschen
  2. Oh, die Probleme kenne ich. Da hast du wirklich eine Lösung gefunden. Auf sowas muss man erstmal kommen, so simpel.

    Ich bleibe aber, auch weil ich nicht so der Plastikfreund bin, bei den schraubgläsern hängen. Ich habe das große Glück Platz dafür (und Material) zu haben. Ich bin zwar auch ständig am suchen und umherräumen, aber Splitter hatte ich bisher nicht. Toitoitoi!

    Liebe Grüße
    Apfelzwergs Mama

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich muss dir da Recht geben: Plastik ist nicht unbedingt das beste Material. Ich versuche es auch so weit wie möglich zu vermeiden. Aus diesem Grund hatte ich mein Saatgut auch in Gläsern. Aber leider bin ich auch ein Mensch der gern alles übersichtlich hat. Und vermutlich bin ich auch nicht die Geschickteste ;-) Also habe ich mich damit abgefunden, dass es diesmal eben Plastik ist. Und ich gehe davon aus, dass die Kisten noch sehr lange im Einsatz sind.
      Liebe Grüße,
      Marie

      Löschen
  3. Liebe Marie, das ist eine super Sache! Ich habe ein ähnliches Ordnungssystem aus Karton und finde das auch sehr praktisch! Leider verstreue ich dennoch manchmal Saatgut.

    LG Kathrin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja Kathrin, dann bleibt wohl nichts anderes übrig, als ab und zu doch ein "Überraschungsbeet" anzulegen... Aber so lange nicht zu viele Samen verstreut sind, kann man sie vielleicht auch wieder zuordnen.
      Liebe Grüße,
      Marie

      Löschen
  4. Gute Idee und bestimmt sehr praktisch. Sollte auch mal schauen was es für das neue Gartenjahr noch alles braucht; bei mir langt eine alte Süssigkeitendose, da ich nicht so viele unterschiedliche Sorten selber ziehe.
    Liebe Grüsse
    Doris

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In meinen Anfangszeiten hat auch eine kleine Dose gereicht - nun sieht die Sache ein wenig anders aus...
      Liebe Grüße und einen guten Start ins neue Gartenjahr
      Marie

      Löschen
  5. Liebe Marie,
    das ist ja eine tolle Idee für das Saatgut. Ich hebe das Saatgut immer in den kleinen Röhrchen auf, in denen man Vanilleschoten kauft. Aber die rollen immer in der Aufbewahrungsbox durcheinander. Auch nicht perfekt.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche.
    Liebe Grüße
    Tina

    AntwortenLöschen
  6. Hey Marie,
    Saatgutaufbewahrung ist ja offensichtlich ein umtriebiges Thema bei Gartenbuddlern, wenn ich mir so die ganzen Kommentare ansehe... Ich habe lange nachgedacht und bin schließlich bei dem Konzept "Apothekergläser in Holzkiste" gelandet. Papiertüten sind sowieso suboptimal und Plastik mag ich einfach nicht. Die Gläser sind dicht, lichtschützend und so handlich, dass ich sie beim Säen in meiner kleinen Gartenschürze verstauen kann. Es war eine kleine Investition, zugegeben: die Holzkiste habe ich geschenkt bekommen (war wohl eine Champagnerflasche drin... die gab's aber nicht dazu ;-) und die Gläser habe ich online gekauft, 40 Stück in drei verschiedenen Größen, insgesamt rund 30 €. Dafür ist es aber eine saubere, dauerhafte Lösung und unendlich erweiterbar, da die Gläser ja standardisiert sind.
    Ansehen kann man das Ganze natürlich im Blog
    Herzliche Grüße,
    Cecilia

    AntwortenLöschen
  7. Ja, dieses Saatgutproblem kenne ich auch. Aber bisher wollte ich mir noch nicht die Zeit nehmen, es zu lösen.
    Keine schlechte Idee mit den kleinen Schubladen!
    LG Sigrid

    AntwortenLöschen
  8. Das ist ja mal eine gute & herrlich kreative Idee!
    Super Tipp....danke fürs teilen.
    Liebe Gartengrüße
    Vita

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Marie,
    solche Kästen benutzt mein GG für Schrauben etc., es gibt unzählige dieser Kästen bei uns. Es ist sicherlich keine schlechte Idee, aber es ist nicht meins. Dafür habe ich keine Geduld. Ich nehme Schraubgläser.
    Liebe Grüße
    Agnes

    AntwortenLöschen
  10. Hallo! Ich nehm Filmdosen, die ich mit Etiketten beschrifte - so sind die Samen trocken, dunkel und luftdicht gelagert.

    Liebe Grüße, Kati

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Marie,
    für gekaufte Sämereien belasse ich die Samen in den Tütchen, verschließe sie jedes mal wieder mit einem Tesastreifen und stelle sie in mein Apotheker-Regal. Samen aus dem eigenen Garten kommen in ein selbstgebasteltes Samentütchen, werden manuell beschriftet und kommen ebenfalls in das Regal. Aber Deine Variante ist auch sehr einfallsreich.
    Viele Grüße,
    Krümel

    AntwortenLöschen