Samstag, 10. Juni 2017

Tomaten bewässern mal anders... / Bewässerung mit Ollas


Eigenartige Vasen haben wir hier für unseren Garten... und auch noch so viele! Was damit wieder geschehen soll seht ihr gleich:



Nach langem Suchen habe ich endlich jemanden gefunden, der mir meinen Spezialwunsch für die einfachere Bewässerung meiner Tomatenpflanzen erfüllt.
Eine Dame, die Keramik herstellt, hat mir sogenannte Ollas (ausgesprochen "oy-yahs" ) angefertigt. Manuela Glatter heißt sie und ihr kleines Keramikgeschäft "Unkikat´l" ist nicht weit von uns entfernt. Sie sind wirklich wunderbar gelungen.
Ollas werden auf der ganzen Welt - aber besonders in China oder Nordafrika - zur Bewässerung eingesetzt.
Es sind bei niedriger Temperatur gebrannte Tongefäße, die in der Erde vergraben werden. In regelmäßigen Abständen werden sie mit Wasser befüllt, das durch das Prinzip der Osmose an die Erde abgegeben wird.
So erhoffe ich mir ein erleichtertes Gießen der Tomatenpflanzen. Jaaa! Mein sehr geschätzter Gartenhelfer kommt nun nicht mehr in die Versuchung, die Tomaten von Oben bis Unten zu gießen. Außerdem werden sie immer ausreichend mit Wasser versorgt.


In den Hochbeeten sind schon die kleinen Tomatenpflanzen, doch es ist noch ausreichend Platz, die Ollas zu vergraben. Die Wurzeln der Pflanzen sind noch klein und werden dabei nicht beschädigt.


Genau in der Mitte von 4 Pflanzen soll je ein Olla vergraben werden.


Schon nach kurzem Graben ist das Loch tief genug für das Gefäß.


Alles wird wieder mit Erde bedeckt und nun fehlt nur noch...
.. der Deckel! Der soll verhindern, dass kleine Tiere oder Erde in den Olla fallen.

Und schon kann gegossen werden.

So sieht nun mein Tomatenbeet aus. Ein wenig müssen die Pflanzen noch wachsen, bis die Wurzeln wirklich gut mit Wasser aus den Ollas versorgt werden können. Bis dahin gieße ich natürlich noch herkömmlich, doch dann sollte alles funktionieren.

Ich bin schon gespannt, wie die Pflanzen mit dieser Art der Bewässerung gedeihen.
Hier noch mein Video zu den Ollas:




Die Ollas habe ich hier gekauft: 
http://www.theresienfeld.gv.at/Glatter_Manuela_-_Unikat_l


Ich erhalte keinerlei Einnahmen für die Bekanntgabe dieser Adresse. Da ich allerdings selbst sehr lange nach jemandem gesucht habe, der sie herstellt/ herstellen kann, gebe ich sie hier an.


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Kommentare:

  1. Das ist ja eine richtig tolle Idee ! Vielen Dank für die Inspiration.

    Liebe Grüße
    Birgit

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  2. Tolle Idee und funktioniert bestimmt mit diesen Tonkrügen.
    Die Ollas sind sehr dekorativ, falls sie gerade nicht unter der Erde stecken.
    Da kommt meine PET-Flaschenmethode nicht ran, obwohl auch das funktioniert.
    LIebe Grüsse
    Doris

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  3. Da bin ich gespannt aber ich glaube den Tomaten gefällt das. Lg aus Wien

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  4. Eine wunderbare Sache...so etwas habe ich ja noch nie gesehen. Dafür brauchst man natürlich echt lockeren Boden, aber den hast du ja im Hochbeet. Bin sehr gespannt...
    LG Sigrun

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  5. Das ist so genial! Im Kübel leider nicht anwendbar, aber im Beet sicher eine große Hilfe. Danke für die Idee!
    VG
    Elke

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    1. Ich habe schon überlegt, für meine Balkonkübeln kleinere Ollas anfertigen zu lassen - das kann ich allerdings erst im nächsten Jahr ausprobieren, da die Chilis und Paprika jetzt keine Freude hätten, wenn ich in ihren Töpfen grabe und vermutlich würde ich mehr Schaden anrichten, als Nutzen haben.

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  6. Das ist witzig: Ich hatte am WE eine ähnliche Idee und habe gerade meine kleinen tönernen Anzuchttöpfchen in die Tomatentöpfe als Wasserspeicher gebohrt☺!
    Aber mit Deckel ist es noch komfortabler!
    liebe Grüße Corinna

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    1. Ein Stein reicht als Deckel auch ;-) Sind aber wirklich praktisch und ich muss wirklich weniger gießen in diesen Hochbeeten.

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  7. Wow, tolle Idee. Stell ich mir auch super praktisch vor. Gerade, wenn es heiß ist und man ein paar Tage lang nicht zuhause ist.

    LG, Daniela

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  8. Ich schaue mir den Artikel jetzt schon zum zweiten Mal an, weil ich die Idee schon genial finde... aber ich weiß nicht recht, wie ich sie für meinen Garten nutzen kann. Ich lebe in einem Töpferdorf, es sollte also nicht schwer sein, einen Töpfer davon zu überzeugen, ein paar Ollas zu töpfern. Aber eignen sie sich für prinzipiell alles im Garten oder nur für bestimmte Gewächse? Macht es Sinn, sie z.B. im Kohlbeet einzugraben?
    LG

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    1. Liebe Cecilia,
      schön, dass du bei mir vorbeischaust und dich der Beitrag interessiert.
      Die Ollas werden eigentlich immer dort benutzt, wo Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt werden sollen. Natürlich holt sich jede Pflanze so viel Wasser, wie sie benötigt. Wenn es im Sommer sehr heiß ist, kann so Geld fürs Gießen eingespart werden. Besonders praktisch finde ich die Ollas in Trögen am Balkon oder eben für meine Tomaten, Gurken und Paprika.
      Man kann auch Blumenbeete damit bewässern. Nur Pflanzen mit sehr starken Wurzeln sollte man nicht in der Nähe pflanzen (Bäume, Sträucher), da die Wurzeln die Ollas beschädigen könnten. Und im Winter musst du die Ollas aus dem Beet entfernen, da der Frost sie eventuell brechen könnte.
      Mit Kohl habe ich es noch nicht probiert, aber müsste auch funktionieren. Da ich nicht jedes Beet mit Ollas ausstatten kann, habe ich den Tomaten mal den Vortritt gelassen, da die Trockenheit überhaupt nicht mögen.
      LG Marie

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