Mittwoch, 15. November 2017

Der Novemberfrost hat zugeschlagen

Noch gestern hat mich unser Gartenpirat bei meinem Foto-Streifzug durch den Novembergarten begleitet und ich habe wunderbare Fotos von der Blütenpracht im November geschossen. Hier mal ein paar Bilder der tollen Blüten:
Der Schneeball hat unzählige Blüten... der Biene dürfte leider schon zu kalt gewesen sein, aber sie konnte dem Blütenduft offenbar nicht widerstehen.


Die Kapuzinerkresse blüht unaufhörlich...

... und die Blätter haben schon eine schöne bunte Färbung.

Und die Rosen denken wohl, dass der Frühling schon Einzug hält.
Das Wetter war bisher nicht wirklich herbstlich und so blüht es im Garten noch wunderschön. 
Aber heute Früh hat uns der Frost einen weißen Zauber an den Blättern und Blüten beschert. Neben den Hagebutten erfreuen uns Rosenblüten, die nun mit kleinen Eisblüten verziert sind. Ich mag diese zarten Muster auf den Blättern - sind sie nicht wunderschön?


Alle Pflanzen sind mit feinen Mustern aus eisigen Punkten und Strichen verziert.

... ein wunderschöner, aber ungewöhnlicher Anblick.





Diese Blüte wird sich vermutlich nicht mehr öffnen...

Ich hoffe, die Blumen bleiben uns trotzdem noch eine Weile erhalten und können der Kälte die Stirn bieten.
Das Wintergemüse habe ich zum Glück schon unter den Frühbeetabdeckungen und einem Folientunnel gut versteckt. Einige Pflanzen müssen allerdings der Kälte trotzen, da ich nicht so viele Abdeckungen habe und auch ausprobieren möchte, welche Gemüsearten bei uns auch ohne Kälteschutz gut zu überwintern sind. 

Naja, den ersten Test haben alle überstanden - die Blätter sind gefroren und sollten nun auf keinen Fall berührt werden, da sie sonst brechen oder gar faulig werden. 





Zum Glück guckt nun schon die Sonne wieder heraus und taut die kleinen Pflänzchen wieder auf. Ich hoffe, die Periode mit Minustemperaturen dauert nicht zu lange an. Bei uns sind so tiefe Temperaturen im November eher selten. Normalerweise haben wir nur ein oder zwei Tage durchgehend diese Kälte und dann steigen die Temperaturen wieder über 0 Grad. Erst im Jänner schlägt dann die Kälte so richtig zu... aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit, oder?

Für die Neugierigen unter euch habe ich wieder einen kleinen Gartenrundgang, der allerdings noch vor dem Kälteeinbruch gedreht wurde.


Ich wünsch euch allen eine möglichst frostfreie Zeit!
Marie




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Dienstag, 31. Oktober 2017

Der letzte Garten -

Es ist die Zeit des Gedenkens an die Verstorbenen und damit auch die Zeit, in der viele den Friedhof aufsuchen. Beim Spaziergang durch einen Friedhof fällt mir immer wieder auf, dass all die Gräber durch ihre individuelle Art in deren liebevoller Gestaltung doch auch unseren Gärten gleichen.



Dieser Vergleich mag vielleicht weit hergeholt sein, doch wir hegen und pflegen die letzte Ruhestätte unserer Liebsten genauso, wie unsere Gärten, die doch auch immer neben dem Pflanzen und Ernten dem Zweck dienen, Ruhe zu finden. 
Der Friedhof repräsentiert für die Menschen offenbar nicht nur einen Ort, an dem man an die lieben Verstorbenen denkt und mit ihnen in Kontakt bleibt, sondern ein Paradies auf Erden, wo man der ewigen Verbundenheit und Liebe zu diesen Menschen Ausdruck geben kann.
Und so wird jede Grabstätte sehr persönlich gestaltet. Es gibt ja auch so viele Pflanzen, die Ungesagtem Ausdruck verleihen können. So zum Beispiel das einfache Vergissmeinnicht, das uns ewig erinnern soll oder die Rose als Zeichen der Liebe. Aber auch die Trauerweide, als Zeichen der Trauer, durch ihre Krone auch Zeichen des beschützenden Hinabbeugens. Es gibt dann auch noch viele Pflanzen, die sehr persönliche Bedeutungen haben, die wir als fremde Betrachter nicht so genau kennen...



Wenn man durch eine Kleingartenanlage schlendert, so kann man dort verschiedenste Gestaltungsstile erkennen und erfährt so auch einiges über die Menschen, die dort wohnen.
Wenn ich durch den Friedhof gehe, so finde ich es interessant, die unterschiedlichen, liebevoll gestalteten, "kleinen Gärten" zu bewundern. Es gibt so viele unterschiedliche Dinge zu beobachten:



Die alten, prunkvollen Gräber reicher Menschen, deren Herkunft schon am Grab zu erkennen ist und die mit kleinen Villen vergleichbar sind.
Die Ehrengräber, die zu Pilgerstätten der Verehrer werden - wie in ihrem Leben bleibt für Privatsphäre auch hier nicht viel Raum.

Romantische Gräber mit Figuren oder Kreuzen, eher klar strukturiert und steril wirkende Gräber, Ruhestätten aus Stein oder mit kleinem Blumenschmuck liegen nebeneinander und machen die verschiedenen, persönlichen Vorlieben der Menschen und auch deren unterschiedliche Zugänge zu Vergänglichkeit, Religion und Tod deutlich.
Friedhöfe sind wichtige Orte der Gesellschaft, die den Menschen die Möglichkeit geben, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, aber auch um Abschied zu nehmen und Halt zu finden.

Ich nehme euch heute mit bei meinem Spaziergang durch den Friedhof. Dabei sind nicht nur Ehrengräber zu entdecken, sondern auch wunderschöne Gräber uns unbekannter Personen, die nicht weniger sehenswert sind...
















Etwas Besonderes ist aber ein kleiner Teil des Friedhofs - der Babyfriedhof. Hier wird der Friedhof fast ein wenig lebendig und wirkt viel farbenfroher, als anderswo. Hier gibt es Spielzeug, Windräder und Kuscheltiere für die viel zu früh gegangenen Kleinen. 





Eltern, die ihr Baby schon während der Schwangerschaft gehen lassen mussten, haben hier auch die Möglichkeit zu gedenken - auch wenn das Kind noch viel zu klein war, um begraben zu werden. Es ist sicher furchtbar, sein Kind so früh gehen lassen zu müssen, doch ich finde es gut, dass es diesen besonderen Ort gibt, wo das Grab auch sehr kindlich und fröhlich gestaltet werden kann. Diese Gräber sind so viel persönlicher und individueller gestaltet und der tiefen Trauer kann Ausdruck verliehen werden. 




Und auch den Verstorbenen, die im Krieg gefallen sind, wird an einem eigenen Platz gedacht - fern ihrer Heimat haben sie hier eine letzte Ruhestätte gefunden. 




Mit diesem kleinen Ausflug zu den kleinen paradiesischen Gärten in den Friedhöfen wünsche ich euch einen ruhigen Feiertag.  Ich zünde nun eine Kerze für meine Liebsten an ...


Bildergebnis für Kerze



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Mittwoch, 25. Oktober 2017

Bewässerung mit Ollas - erste Erfahrungen

Soda, es ist so weit: Der Herbst ist ins Land gezogen. Es ist die Zeit des Ordung-machens im Garten und das bedeutet nun auch für die Ollas, dass sie aus dem Beet müssen.
Für alle, die nicht so genau wissen, was nun bitte Ollas sind: Hier der Link zu meinem Beitrag im Frühling Tomaten bewässern mal anders / Bewässerung mit Ollas .
Im Frühling habe ich diese tollen Tongefäße anfertigen lassen und in den Hochbeeten bei den Tomatenpflanzen eingegraben.



Leider sind die Ollas erst einsatzbereit gewesen, als die Pflänzchen schon im Beet waren und so war der Abstand zu den Tongefäßen nicht bei jeder Pflanze optimal.
Aber das wird im nächsten Jahr nicht mehr passieren - schließlich sind die Ollas ja schon einsatzbereit und werden selbstverständlich vor den Pflanzen in die Erde wandern.
Der Deckel der Ollas ist ein wichtiges Detail, auf das ich auf keinen Fall verzichten würde. So sind die Gefäße innen sauber geblieben und Kleintiere und Insekten konnten nicht hineinfallen


Und wie ist es nun mit dem Bewässern gewesen? 
Zu Beginn habe ich noch in etwa ein Mal pro Woche die Behälter aufgefüllt. Mit einem kurzen Blick hinein sieht man gleich, ob ein Anfüllen nötig ist, oder nicht. Im Sommer war dann ca 2 Mal pro Woche das Anfüllen nötig und in sehr heißen Wochen ca. jeden 2 Tag.
Wenn man bedenkt, dass ich an so heißen Tagen mindestens ein Mal am Tag im Garten gieße, so ist das doch eine Einsparung an Wasser und auch Zeit. 


Bei der Planung muss man auf jeden Fall bedenken, dass die Pflanzen groß werden und man Zugang zu den Gefäßen braucht, um sie zu befüllen. Bei der Größe meiner Hochbeete ist das allerdings kein Problem, da ich von jeder Seite leicht Zugang habe.
Meine "Gartensitter", die während unseres Urlaubes alles betreut haben, freuten sich auch über die leichte Handhabung der Ollas. War es doch in den Jahren davor immer wieder ein Thema, dass möglichst kein Gießwasser auf die Tomatenblätter kommen soll, so konnte ich dieses Thema eigentlich aussparen, da ja nur mehr die Ollas befüllt wurden.


Die Pflanzen sind genauso gut gewachsen, wie in den Jahren davor. Die Erde wirkte zwar oft ein wenig trocken, doch nur die oberste Schichte war wirklich trocken. Wenn man mit den Fingern ein wenig gegraben hat, so konnte man bald ein wenig Feuchtigkeit wahrnehmen. Ich gebe auch immer Mulch auf die Beete, um ein Austrocknen zu vermeiden.


Jetzt war es leider Zeit, die Tomatenpflanzen aus den Beeten zu nehmen und auch die Ollas ziehen nun in ihr Winterquartier ein. Im Beet dürfen sie über den Winter auf keinen Fall bleiben, da gefrierendes Wasser den Ton sprengen könnte.


Also ran an die Schaufel! Die Erde war eigentlich recht locker und die Ollas rasch aus dem Beet heraußen. 


Deutlich war bei dieser Arbeit zu erkennen, dass die Wurzeln von allen Pflanzen zu den Ollas gewachsen sind. Die Gefäße haben dann noch eine Grundreinigung mit dem Gartenschlauch erhalten und sind nach dem Trocknen eingewintert worden.


Nun schlummern sie und warten auf ihren Einsatz im nächsten Jahr. Da werde ich dann auch ausprobieren, wie gut sich die Ollas bei Gurken, Paprika oder Chili bewähren, denn in dieser Saison hatte ich sie nur bei den Tomaten.
Ich bereue die Investition in die "Vasen" nicht und plane schon, kleinere Versionen am Balkon einzusetzen. Mal sehen, was die nächste Gartensaison bringen wird....
Vielleicht habe ich dann wieder ein paar neue, seltsame Vase parat, die in die Erde kommen. Obwohl sie ja eigentlich auch als Deko ein absoluter Hingucker wären. Meint ihr nicht auch?



Natürlich gibt es auch zum Thema Ollas Videos von mir. Da gibt es Infos zum Thema und auch die obigen Erfahrungen zu sehen.





Ich wünsch euch allen eine schöne Herbstwoche!



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